Teleoperation

Entwicklung und Implementierung eines zentralen Teleoperations-Konzepts, das die Fernsteuerung von automatisierten und vernetzten Fahrzeugen unter Berücksichtigung von Sicherheits- und Cybersicherheitsanforderungen ermöglicht

Teleoperation

Entwicklung und Implementierung eines zentralen Teleoperations-Konzepts, das die Fernsteuerung von automatisierten und vernetzten Fahrzeugen unter Berücksichtigung von Sicherheits- und Cybersicherheitsanforderungen ermöglicht

Bislang haben mehrere Verkehrsbetriebe in der Schweiz Tests mit automatisierten Fahrzeugen durchgeführt. Während diese Tests jedem Betreiber sicherlich wertvolles technisches, betriebliches und organisatorisches Know-how erweitert haben, scheint dieser individualistische und kostspielige Ansatz einen Break-Even-Punkt erreicht zu haben. Eine koordinierte und skalierbare Lösung, um effiziente Mobilität auf nationaler Ebene erfolgreich umzusetzen, fehlt derzeit.

Um teleoperierte automatisierte Fahrzeuge auf öffentlichen Strassen einzusetzen, müssen noch rechtliche, technische und soziale Hürden überwunden werden. Aus rechtlicher Sicht dürfen Fahrzeuge gemäss dem 1968 unterzeichneten Wiener Übereinkommen und den geltenden Bundesvorschriften nicht ohne einen Fahrer an Bord verkehren. Die technische Herausforderung besteht darin, ein zentrales Teleoperationssystem zu entwickeln, das die Fernsteuerung von vernetzten Fahrzeugen ermöglicht und gleichzeitig die Sicherheit und Cybersicherheit garantiert. Schliesslich gibt es Einschränkungen in Bezug auf die soziale Akzeptanz, wenn es um den Einsatz von Teleoperationen in öffentlichen Verkehrsmitteln geht, insbesondere bei Benutzern, die auf die Unterstützung einer Person vor Ort angewiesen sind.

Dank dieses Projekts konnte das Teleoperationskonzept auf allen Ebenen (technische, wirtschaftliche, soziale und rechtliche Akzeptanz) nachgewiesen werden. Das Projektteam arbeitete dabei an Algorithmen für die autonome Mobilität (Perception, Lokalisierung, Routenplanung), an Sicherheits- und Cybersecurity-Aspekten, sowie an der Modellierung des Konzepts und der Simulation zur Validierung der Anforderungen. Darüber hinaus wurde die Teleoperationstechnologie bis zum Proof-of-Concept entwickelt und ist nun einsatzfähig. Das teleoperierte Fahrzeug wurde am 18. Mai vorgeführt, wobei eine Pressekonferenz organisiert wurde, welche Vertreter wichtiger nationalen Medien anzog und somit unsere Technologie in der ganzen Schweiz verbreiteten. Darüber hinaus nahmen Vertreter des öffentlichen Nahverkehrs, der Universitäten und Politiker an der Demonstration der Teleoperation teil.

Die gelieferten Ergebnisse sind eine Business-Case- und Sozialverträglichkeits-Analyse der Teleoperation, ein technisches Konzept eines Teleoperationssystems, die Identifizierung der für den Fernbetrieb notwendigen Sicherheitsfunktionen, die Einstellungen und Konfigurationen des automatisierten Fahrzeugs sowie die Kriterien für die Verifizierung, Validierung und Homologation eines Teleoperationssystems.

Unsere aktuelle Vision ist nun dieses Teleoperations-Konzept mittels konkreter Umsetzungen für existierende Anwendungsfälle weiter zu entwickeln. Tatsächlich wurden bereits konkrete Anwendungsfälle identifiziert, wie z.B. teleoperierte Produktions- und Landwirtschaftsmaschinen, ein autonomes und teleoperiertes Warenauslieferungsfahrzeug, autonomes und durch Teleoperation unterstütztes Busmanagement in Depots , sowie der Aufbau eines Ökosystems für die Mobilität von Menschen und Gütern in Geschäftsbereichen.